Diesen Orten ist gemein, dass sie sich in irgendeiner From von den alltäglichen Lebensräumen abheben. Sei es in baulicher Form wie durch eine Garten- oder Friedhofsmauer, durch die bloße Höhe eines Baumhauses oder durch eine Wasserfläche. Der Zugang ist immer deutlich zu erkennen, idealer Weise ist er sogar etwas beschwerlich wie z.B. bei einem Baumhaus über eine Leiter oder ein Seil, durch die bewusst niedrig gehaltene Tür eines japanischen Teehauses oder er wird durch ein Ritual wie dem Bekreuzigen beim Betreten einer Kirche oder der Verbeugung beim Betreten eines Dojos zelebriert.
Diese anderen Orte wirken am stärksten in urbanen Grünräumen. Ich würde nicht sagen, dass wir besondere Räume schaffen. Sie sind schon da, wir finden sie bloß … und doch entsteht der andere Ort erst durch unsere Konstruktion, die den Raum erschließt und ihn erlebbar macht. Unsere Konstruktionen verstehen wir als Werkzeuge … built for good vibes.
Ein Dojo ist auch ein solcher anderer Ort, wo die Alltagswelt draußen bleibt und man sich allein auf das Trainieren und Meditieren einlässt. Das Dojo ist ein anderer Ort den ich zu schätzen gelernt habe … es ist für mich ein sehr geliebter anderer Ort geworden. Zufälliger Weise finden sich in dem Wort „Dojo“ auch die Anfangsbuchstaben meines Namens … so ist das Dojo zum Bambu gekommen.